Road Pricing in Bern
Die Region Bern möchte gerne ein Road-Pricing einführen, weil sie befürchtet im Agglomerationsverkehr unterzugehen und möchte den Verkehr auf die Schiene verlagern.
Gleichzeitig wird gefordert, dass die Schulen die Zeiten des Unterrichtsbeginns und des -Endes so verschieben, dass es mehr Platz für die Pendler in Zügen und Trams in der Region Bern hat.
Die Bürgerinnen und Bürger in den Regionen werden so gleich doppelt bestraft : Man entzieht ihnen die Grundangebote und verlangt dann noch Gebühren, wenn man sie benutzen will. Das kann man mit modernem Raubrittertum vergleichen. Sollte das Roadpricing tatsächlich zum Thema werden, so würde ich dafür plädieren, dass in Thun eine Zahlstelle eingerichtet wird, für jene Personen, die an den Wochenende die Natur im Oberland geniessen möchten. Auch die Erhaltung dieser Natur kostet etwas. Und die Erschliessung des Heidilandes in dem es nur noch die Natur und keinerlei Infrastruktur mehr gibt, ist nicht gratis zu haben.
Ich anerkenne die Problematik des zunehmenden Agglomerationsverkehrs durchaus, das ist nicht wegzudiskutieren. Vielleicht müsste man sich einmal prinzipiell überlegen, ob es richtig ist, alles und jedes zu zentralisieren. Die Verwaltungsreform hat deutlich gemacht, dass eine Zentralisierung nicht unbedingt kosteneffizient sein muss.