Kolumne Bödeli Info März 2012
Meine erste Begegnung mit „moderner“ Technologie war der Telex. Mit der Schreibmaschine wurde gleichzeitig ein Text geschrieben und ein Lochstreifen erstellt. Der Lochstreifen wurde in eine Maschine gespannt, die dann Impulse an die Schreibmaschine beim Empfänger übermittelte. Heute schreiben wir rasch eine E-Mail.
Meine erste Begegnung mit deinem PC war Anfang der 80 er Jahre. Ein Computer ohne Festplatte bei dem man in einem Laufwerk die Floppy-Disk mit dem Betriebssystem einlegte und im anderen ein Programm. Ein paar Jahre später erstand ich meinen ersten PC. Er hatte eine Festplatte mit 20 Megabite Speicher. Ich konnte damit die ersten Tabellenkalkulationen durchführen, Berichte konnten endlich ohne Tipp-ex erstellt werden. Das war 1988. Heute sind Computer mit 1 Terabite Speicher die Regel, das ist das 50‘000-fache von damals.
1994 erstand ich mir ein Modem mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 9,9 kbit/Sekunde. Immerhin komme man zu dieser Zeit schon Verzeichnisse über Videotext abrufen. Die Übertragungskosten waren ziemlich hoch. Heute laufen die langsamsten Angebote mit 3000 kbit/Sekunde, permanent online zu sein ist heute eine Selbstverständlichkeit.
Innerhalb von rund 40 Jahren hat die Computer-Technologie wahrscheinlich mehr verändert als die Meisten anderen Entwicklungen zuvor, ein Ende ist nicht abzusehen.
Praktisch überall sind wir damit konfrontiert, sei es am Arbeitsplatz, zu Hause oder unterwegs.
Nur : kann unsere Gesellschaft mit diesen Innovationen noch Schritt halten ? Überfordern wir uns mit damit nicht selber ? Heute wird erwartet, dass wir jederzeit via Handy erreichbar sind und dass E-Mails maximal innerhalb eines Tages beantwortet werden, Es bleibt kaum mehr Zeit einen Gang zurück zu schalten. Die Folge sind Überforderung und Burnout. Wir werden lernen müssen mit diesen Technologien so umzugehen, dass sie Hilfsmittel bleiben und nicht zum Hirnersatz werden.