Gleiche Rechte und Pflichten bei der Abgabe von Medikamenten – Interpellation
Was ich im Rat über die Beantwortung meiner Interpellation gesagt habe:
(Link zur Interpellation und der Antwort des Regierungsrates)
Ich schreib’s in Berndeutsch, da im Rat so gesprochen wird. Während des Redens noch von Hochdeutsch in Berndeutsch zu übersetzen fällt mir schwer, deshalb schreibe ich’s jeweils in meiner Redeweise auf.
Zerscht leig mini Interässensbindig offe : I bi Apotheker. Aber : i ha aber no nie diräkt öppis am Medikamänt verdient. I bi agschtelt von Spital, im Grund gno bini derfür agschtellt z luege, das me möglischt wenig Medikamänt und möglechscht günschtigi brucht.
D Antwort vor Regierig uf mini Interpellation het ines paar Bereiche Klärig bracht, beschte Dank.
Eis möchte aber trotzdäm kommentiere :
Es isch e ganz natürliche Vorgang : wenn der Druck uf d Wirtschaflechkeit vomene Gschäft schtigt, de versuecht me z Diversifiziere. Im Momänt isches e so, dass der Druck uf die ärztleche Tarife stigt.
U de geit me halt a d Gränze vo däm wo zuelässig isch. Das isch e natürleche Vorgang.
Sehr vil halte sech a die gsetzleche Vorgabe und de De gits halt leider ou söttigi wo d’Gränze überschritte.
D Anahm, dass da nüt näbe de gordnete Bahne louft isch e chli naiv.
Lut Kantonsapothekeramt hei im Jahr 2007 353 Ärzt im Kanton Bärn ä Sälbstdispensationsbewilligung gha. Lut chürzlech veröffentlechte Zahle vor Helsana hei aber im Kanton Bärn 613 Ärzt für meh als 25‘000.- im Jahr Medikamänt abgäh, im Schnitt für 324‘000.- pro Jahr; Das sie nume die wo diräkt ihri Medikamänt bi de Kasse abrächne. Me cha nid 1:1 ableite, dass sech 300 nid a ds Gsetz halte, es git aber e Hiwis druf, dass äbe nid würkles alles gordnet ablouft.
Als Insider weis i vo diverse Modäll wie me cha d Gränze vom legale überschritte ohni das es öpper merkt, insbesondere äbe denn weme weis, das so oder so niemer häreluegt. Nid emal d Kasse merkes. Zum Teil si d Liferante wo ir Interpellationsantwort als die erwähnt si wo sötte überprüefe ou mit involviert und biete Umgehigsregelige sogar aktiv a. Grad vor churzem het mer öpper verzellt wie das funktioniert. Ds Kantonsapothekeramt hani drüber informiert.
Sicher gani nid dervo us, dass der Kanton jetz alli Ärzt ohni Bewilligung zur Sälbschtdispensation sötti überprüefe. Es isch ou hie eso es brucht z ougemass.
I würd trotzdäm argege, das me nid nume uf Verdacht agiert, sondern ou no Stichprobemässig villecht 5 bis 10 Praxe ohni Bewilligung pro Jahr i verschidene Regione überprüeft. Scho allei das chönnti derzu füehre das me ou denn weme kei Bewilligung het weiss, dass me nid eifach im rächtsfreie Rum schaffet u das es en unterschid macht ob me ne Bewilligung het oder ob me äbe keini het. Die gsetzlechi Grundlag gits, die isch Interpellationsantwort dargleit.
Sälbstdispensierendi Ärzt mit Bewilligung u Apotheker müesse die gliche Uflage erfülle wiu si im Grund beidi unter anderem Medikamänt ichoufe, lagere und abgäh.
I drückes positiv us : i ga dervo us, dass sech bis zu 95% vo de Ärzt ohni Bewilligung zur Sälbschdispensation a d Regle halte. Die wos negativ wetti ghöre : über 5% halte sech nid a d Regle zum Teil im gröbere Usmass
Das isch letzschtändlech e schlächterbehandlig vo dene wo sech d müe nä sech a die gsetzleche Vorgabe z halte und motiviert die wo under Druck chöme i illegal Bereich vorzstosse. Es gilt hüt als Kavaliersdelikt die Regle nid izhalte. Genau drum halteni Stichprobe für wichtig.